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6 schaurige Conversion Killer, die Ihre Landingpage schlechter machen

Halloween steht vor der TĂŒr. Kennen Sie schon die 6 schaurigen Conversion Killer, die jedem Besucher das FĂŒrchten lehren? 😉

6 schaurige Conversion Killer, die Ihre Landingpage schlechter machen

Machen Sie das Licht aus, vergraben Sie sich mit dem Smartphone oder Laptop unter einer Bettdecke, und tauchen Sie ein in die Welt des puren Landingpage-Horrors:

1. Die Landingpage erfĂŒllt nicht die Erwartung des Nutzers

In fast allen FĂ€llen kommen die Nutzer nicht direkt auf eine Landingpage, sondern haben zuvor auf eine Anzeige, ein Suchergebnis oder Banner geklickt. Ob es sich um bezahlte Werbung handelt, oder nicht, spielt an der Stelle keine Rolle. Also egal ob Suchergebnis oder Anzeige, beide geben dem Nutzer „ein Versprechen“, das auf der Landingpage eingelöst werden muss.

Meist ist das die Lösung zum Problem des Nutzers. Wird aber im Vorfeld was ganz anderes kommuniziert als wir spĂ€ter auf der Landingpage prĂ€sentieren, ist der Nutzer enttĂ€uscht und wird mit hoher Wahrscheinlichkeit keine erwĂŒnschte Aktion tĂ€tigen. Das ist der Conversion Killer Nummer 1.

2. Die Landingpage hat Fehler

Fehler sind menschlich. So sind auch die von uns geschaffenen Produkte hin und wieder mit Fehlern behaftet. Eine Landingpage sollte aber möglichst fehlerfrei sein, da wir einen guten Eindruck hinterlassen und Vertrauen aufbauen wollen.

Stellen Sie sich Ihre Webseite als eine Art Bewerbungsunterlagen vor, mit dem Sie ihren zukĂŒnftigen Arbeitgeber, in dem Fall ihren potenziellen Kunden, ĂŒberzeugen wollen. Das wĂŒrden sie doch vorher einmal mehr ĂŒberprĂŒfen, oder? Gravierende Fehler sind vor allem Rechtschreibfehler schon in der Headline, Darstellungsfehler in den herkömmlichen Browsern (dazu zĂ€hlt nicht mehr Internet Explorer6!) und Fehler in der FunktionalitĂ€t, z.B. beim Absenden des Formulars. Gesammelt sind das die Conversion Killer Nummer 2.

3. Zu geringen Nutzen

Die Landingpage oder das was man darauf anbieten, sollte dem Nutzer einen großen Nutzen bieten. Es ist nebensĂ€chlich, ob es sich um ein Produkt oder einen kostenlosen Newsletter handelt. So oder so, es muss fĂŒr den Nutzer ein erkennbarer Nutzen dahinter stehen. Und dieser Nutzen muss grĂ¶ĂŸer sein, als die HĂŒrde die eigene E-Mail-Adresse preiszugeben oder x Euro zu zahlen.

Konvertieren zu viele Nutzer nicht, hat entweder Ihr Angebot einen zu geringen Nutzen, oder der Nutzen wird falsch auf der Landingpage kommuniziert. In vielen FĂ€llen ist es Letzteres. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird ihre Landingpage schon gar nicht stark nachgefragt, weil der Nutzen so schwach ist, das noch nicht mal auf das Suchergebnis oder die Anzeige geklickt wird, die zu der Landingpage fĂŒhrt. Zu wenig Nutzen ist der Conversion Killer Nummer 3.

4. Too much noise

Eine Landingpage ist gerade dazu da, sich auf das Wesentliche zu fokussieren. Idealerweise hat eine Landingpage nur „ein“ Ziel. Wer zu viel gleichzeitig kommuniziert, kommuniziert am Ende gar nichts.

Was ist wesentlich um den Nutzer von ihrem Angebot zu ĂŒberzeugen? Und was ist nicht wesentlich? Reduzieren Sie die nicht wesentlichen Teile.

Ein gutes User Interface (UI) ist clean und bietet dem Nutzer genau zum richtigen Zeitpunkt nur die Funktionen, die zu diesem Zeitpunkt relevant sind. Das Gleiche gilt fĂŒr eine Landeseite. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Ihre Landingpage kurz sein muss. FĂŒr manche Produkte ist auch ein lĂ€ngerer Text „wesentlich“, um den potenziellen Kunden zu ĂŒberzeugen. Zu viel Radau ist der Conversion Killer Nummer 4.

5. Keine klare Call-to-Action

Die Call-to-Action (CTA) ist quasi die Speerspitze eines jeden wackeren Conversion-Optimierers (weiblich wie mÀnnlich). Die Call-to-Action sollte klar erkennbar sein, optisch abgehoben (Stichwort KomplementÀrfarbe) und klar kommuniziert sein.

„Absenden“ ist ein wenig schwammig, „Newsletter anfordern“ schon besser, „Gratis Newsletter anfordern“ noch besser und „Gratis Tipps fĂŒr Deine finanzielle Freiheit anfordern“ quasi schon dir KĂŒr.

Der Buttontext muss nicht zwingend so lang sein, wenn die Headline oder der (kurze) Text davor, den Nutzen schon genau kommuniziert. Oder probieren Sie unterschiedliche Call-to-Actions an verschiedenen Stellen Ihrer Landingpage aus, textlich jeweils angepasst zum vorherigen Abschnitt (optisch aber immer identisch, sofern es sich immer um primĂ€re Aktionen handelt). Keinesfalls sollte der Nutzer ihre Call-to-Action suchen mĂŒssen oder nicht verstehen, das wĂ€re der Conversion Killer Nummer 5.

6. Ihre Landingpage ist nicht auf allen EndgerÀten optimal

Das ist leider noch immer der Conversion Killer, dem ich alltĂ€glich im Web begegne. Landingpages werden oft noch nur fĂŒr Desktop entworfen, und dann ĂŒber den Code des jeweiligen CSS-Frameworks wie Bootstrap mehr oder weniger „automatisch“ responsive gemacht. Vielleicht liegt es daran das Webdesigner große Monitore haben, und Webentwickler auch. Beide sollten ihre Landingpage entweder designen oder programmieren, aber nicht entwerfen!

Schauen Sie sich Ihre Landingpage mal auf einem „kleinen“ Laptop an. Auf einem Tablet. Auf einem Smartphone. Am besten auf dem Nachhauseweg in der U-Bahn mit VerbindungsabbrĂŒchen. Das sind Real-life Tests!

  • Wie schnell wird Ihre Landingpage geladen?
  • Kommt der Nutzen auch mobil schnell rĂŒber?
  • MĂŒssen Sie fĂŒr die Call-to-Action erstmal 10 Sekunden nach unten scrollen?
  • Wird bei Eingabe in das E-Mail-Feld auch die richtige Tastatur in iOS angezeigt (die mit dem @)?
  • Wie sieht ihre Landingpage aus, wenn Bilder nicht ganz geladen werden, ist sie noch nutzbar?
  • Können Sie auf den Button klicken, oder besteht die Gefahr, das sie ein klickbares Element direkt daneben erwischen?
  • Ist es verstĂ€ndlich, wo man Klicken kann, wenn man auf die Hover-Effekte verzichten muss?
  • Sind vorhandene Animation noch ok, oder eher nervig auf dem kleinen Bildschirm?
  • Geht es mit dem Runterscrollen nicht weiter, weil Sie in einer Kartenansicht gefangen sind? Das nenne ich die Google Maps Trap. 😉

Sie sehen, ich könnte noch tausende solcher Fragen stellen. Und die Antworten darauf entscheiden, ob Sie dem Conversion Killer Nummer 6 auf dem Leim gegangen sind oder nicht.

Bonus Conversion Killer: Die Landingpage hat kein HTTPS.