Muss meine Webseite oder Landingpage responsive sein?

· Sascha Klapetz
Muss meine Webseite oder Landingpage responsive sein?

Um es kurz zu machen: Ihre Webseite oder Landingpage sollte nicht nur responsive, sondern auch mobile-first sein.

Trotzdem finde ich auf meiner endlosen Reise durchs WWW immer wieder Webseiten und noch öfters Landingpages, die nicht responsive sind. Das ist in vielen Fällen noch nicht mal ein Versehen, sondern wurde in vollem Bewusstsein so gemacht.

Das sind die Argumente derer, die denken, eine Desktop-Version der Webseite oder Landingpage genügt, und meine Argumente dagegen:

1. „Die Landingpage ist nur bei [Werbenetzwerk] im Einsatz und da schicken wir nur Desktop-Traffic drauf, da sich Mobile nicht rechnet.“

Ich bin mir nicht sicher, ob man dazu sagt „Da beißt sich die Katze in den Schwanz“, aber irgendwie passt es doch ganz gut.

Wenn sich Mobile nicht rechnet, ist die Landingpage, ein entscheidender Faktor für den Misserfolg, insbesondere dann wenn sie nicht responsive ist.

Falls schon mal eine responsive Landingpage eingesetzt wurde und die Ergebnisse nicht zufriedenstellend waren, kann es daran gelegen haben, dass die Landingpage nur „halbherzig“ und schlecht für Mobile umgesetzt wurde. Nach dem Motto: „Können wir das schnell noch so machen, dass das auf dem iPhone des Kunden halbwegs gut aussieht?“

Bei Leadgenerierungskampagnen funktioniert Mobile überraschend gut, mit entsprechender Landingpage. Bei Kampagnen mit direkten Verkäufen kommt es auf Art und Preis des Produkts an. In der Regel wird aber der Kanal Mobile viel zu schnell abgeschrieben, weil man die Kampagne einfach nicht mobil gedacht hat.

2. „Unsere Kunden sind nicht mobil.“

Haha. Ok, der mobile Anteil variiert schon stark von Zielgruppe zu Zielgruppe. Aber trotzdem sind alle mobil. Selbst wenn es nur 20% sind (und die Zielgruppe wird schon schwer zu finden sein). Übrigens: Gerade die ältere Zielgruppe setzt sich immer weniger an den Desktop-PC, sondern ist immer häufiger mit dem (meist kleinen) Tablet unterwegs.

Oft reden wir aber von über 50%, wenn wir über die mobile Nutzung von Webseiten und Landingpages reden. Da kommen dann noch mal 25% Tablet dazu. Und „nur“ 25% Desktop. Wie geschrieben, das sind nur grobe Richtwerte. Fakt ist aber: Mobile is here to stay!

3. „Im B2B-Bereich ist Mobile nicht relevant.“

In vielen Unternehmen gehört es zum Arbeitsalltag, dass man auch noch nach der Arbeit mal schnell seine Arbeits-Mails abruft oder im beruflichen Modus im Web surft. Für „reisende Angestellte“ gilt das sowie so. Für Selbstständige und Angestellte in mittleren und höheren Führungspositionen ebenfalls.

Aber Moment, das sind doch meist die Entscheider, oder?!

Selbst wenn man beruflich nicht mobil unterwegs ist, so lässt sich Beruf- und Privatleben für viele Menschen nicht trennen. Gerade noch nach Kinderklamotten geshoppt und jetzt ein Whitepaper zu „Programmatic Advertising“ runtergeladen. Völlig normal im Jahr 2017.

Es kann aber durchaus sein, dass Sie im B2B-Bereich ihr mobiles Angebot anpassen müssen, damit dieser Traffic auch konvertiert. Also eher Kontaktinformationen und kostenlose Downloads (gegen Lead), als direkte Produktdemo und kostenpflichtige Registrierung.

4. „Es ist schwierig, die Fülle an Informationen in einer mobilen Version darzustellen.“

Hier kann man sehr schön aus dem Problem eine Lösung machen. Die Denke mobile-first zwingt einen gerade dazu, die Inhalte der Webseite oder Landingpage auf das Notwendigste zu reduzieren. Weitere Informationen werden erst nach einer Interaktion mit der Seite sichtbar.

Das tut nicht nur der mobilen Version der Webseite gut, sondern auch der Desktop-Variante. Dort würden sich normalerweise zu viele, verwirrende oder schlecht angeordnete Informationen finden. Hat man die Webseite erstmal mobil gut gedacht, entsteht daraus meist auch eine bessere Desktop-Variante.

Zudem liegt in der 1-Spaltigkeit der Version für Smartphones oft ein größerer Fokus auf den eigentlichen Inhalt, die Bilder und vor allem Texte, während bei Desktop oft zu viel Zeit verschwendet wird, die Dinge im Layout anzuordnen. Merke: Ist der Text nicht gut, kann er noch so gut angeordnet sein. Texte verkaufen, auch im Jahr 2017 noch!

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